TL;DR

  • Jennifer Jenkins sieht sich Spott von Young Republicans ausgesetzt.
  • Sie verglichen sie in einem Facebook-Post mit Dylan Mulvaney.
  • Jenkins fordert eine Verurteilung anti-LGBTQ-Rhetorik.
  • Sie lenkt den Fokus stattdessen auf echte Themen.
  • Jenkins hat eine Vorgeschichte im Kampf gegen anti-trans Extremisten.

In einer bizarren Wendung der Florida-Politik wurde Jennifer Jenkins, eine demokratische Kandidatin für den Kongress, zum Ziel des Spottes der Space Coast Young Republicans, die offenbar der Ansicht waren, dass der Vergleich mit der trans Aktivistin Dylan Mulvaney ihr bester Humorversuch sei. Spoiler: Er war es nicht. Jenkins, die cisgender ist, prangert die anti-LGBTQ+-Nummern der GOP an und fordert ihren Gegner, den Republikaner Mike Haridopolos, auf, sich gegen solchen Unsinn zu positionieren.

Das ganze Drama begann, als Jenkins auf Facebook eine Town-Hall-Veranstaltung bewarb. Statt sich auf einen sinnvollen politischen Austausch einzulassen, reagierten die Young Republicans mit einem spöttischen Kommentar samt Bild von Mulvaney. Denn natürlich sagt nichts so sehr „ernsthafte Kandidatin“ wie ein billiger Seitenhieb auf das Aussehen einer Person. Doch der Spott hörte dort nicht auf. Austin Ayers, ein ehemaliger Kongresskandidat aus North Carolina, mischte sich ein und schrieb auf Facebook: „Jennifer Jenkins For Florida BEENDET ihre Kongresskandidatur, um andere berufliche Wege zu verfolgen!“ – begleitet von einem weiteren Bild von Mulvaney. Sehr originell.

Jenkins konterte und sagte: „Oh mein Gott, ihr Republikaner habt Angst“, worauf Ayers mit einem besonders niederträchtigen Seitenhieb nachlegte und andeutete, sie könne sich einen neuen Job an einer Straßenecke suchen. Stilvoll, nicht wahr? Das ist nicht das erste Mal, dass Mulvaney zum Ziel rechter Angriffe wurde, besonders nachdem ihre Partnerschaft mit Bud Light im Jahr 2023 in konservativen Kreisen Empörung ausgelöst hatte.

In einem längeren Facebook-Post äußerte Jenkins ihren Frust über die Fixierung der GOP auf trans Themen und schrieb: „Stellt euch vor, ihr seid so verzweifelt, Mike Haridopolos zu verteidigen, dass eure große politische Strategie darin besteht, einen Gegner ‚Dylan Mulvaney‘ zu nennen. Das ist alles? Das ist der Witz?“ Sie betonte, der Schwerpunkt des Wahlkampfs solle auf drängenden Themen wie Wohnen und Gesundheitsversorgung liegen – nicht auf derselben alten Obsession mit trans Menschen, zu der Republikaner greifen, wenn sie ihrer Rechenschaft für ihre Bilanz ausweichen wollen.

Jenkins teilt jedoch nicht nur gegen sie aus; sie hat auch Belege. Sie machte darauf aufmerksam, dass es sich nicht bloß um beliebige Trolle handelt, die sich hinter ihren Tastaturen verstecken. Die Space Coast Young Republicans machen aktiv Wahlkampf für Haridopolos, und Jenkins bezeichnet ihr Verhalten als Ausdruck eines größeren Problems innerhalb der GOP. „Das sind keine zufälligen Internet-Trolle. Das sind die Space Coast Young Republicans, die für Mike Haridopolos an Türen klingeln, für Haridopolos Wahlkampf machen und Haridopolos stolz vertreten“, schrieb sie und hob die Heuchelei einer Gruppe hervor, die selbst in eigene Skandale verwickelt war.

Mit einem deutlichen Seitenhieb verwies Jenkins auf einen Skandal um einen Telegram-Gruppenchat unter Young Republicans, in dem laut POLITICO rassistische Bemerkungen und Bewunderung für Nazis geäußert wurden. „Die eigentliche Frage ist, warum sich die Menschen um Mike Haridopolos herum mit dieser Art von Verhalten so wohlfühlen und warum er damit anscheinend nie ein Problem hat“, stellte sie infrage.

Jenkins hat eine Geschichte darin, sich gegen anti-trans Extremisten zu stellen; zuvor hatte sie Tina Descovich, eine Mitgründerin von Moms For Liberty, in einem Rennen um einen Schulbeirat in Florida besiegt. Wenn es also darum geht, mit Mobbern umzugehen, ist sie keine Unbekannte. Die Versuche der GOP, sie mit kindischen Witzen kleinzumachen, machen nur ihre Verzweiflung und ihre Weigerung sichtbar, sich auf einen echten politischen Dialog einzulassen.

Während der Wahlkampf an Fahrt aufnimmt, ist eines klar: Jennifer Jenkins weicht nicht zurück. Sie ist bereit, die kommenden Herausforderungen anzunehmen, bewaffnet mit Witz und Entschlossenheit, um für die Themen zu kämpfen, die wirklich zählen. Und wenn die GOP glaubt, sie mit miesen Beleidigungen ablenken zu können, dann irrt sie sich gewaltig. Bleibt dran – denn dieses politische Duell hat gerade erst begonnen.

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Über den Autor

Liam O'Connor

Liam O'Connor ist ein Unterhaltungsjournalist mit einem Gespür für die Berichterstattung über LGBTQ-Repräsentation in den Medien. Mit einem Hintergrund in Filmwissenschaften von der NYU und einer Leidenschaft fürs Erzäh…

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