TL;DR

  • Paramounts Fusion mit Warner Bros. sieht sich rechtlichen Anfechtungen gegenüber.
  • Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta prüft den Deal.
  • Mehr als 5.500 Fachleute aus der Branche lehnen die Fusion ab.
  • Zu den Bedenken zählen Arbeitsplatzverluste und geringerer Wettbewerb.
  • Der Deal könnte durch Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten verzögert werden.

In einer Wendung, die eines Hollywood-Drehbuchs würdig wäre, stößt die Mega-Fusion zwischen Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery auf heftigen Widerstand, während sich Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten darauf vorbereiten, Stellung zu beziehen. Das Justizministerium mag diesem 110-Milliarden-Dollar-Deal zwar grünes Licht gegeben haben, doch Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta hisst eine große rote Flagge und erklärt: „Die Fusion von Warner Bros. und Paramount ist noch nicht besiegelt und wird von meiner Behörde weiterhin untersucht.“ Von wegen Cliffhanger!

Während die Unterhaltungsbranche genau hinschaut, bereiten sich Bonta und seine Amtskollegen in New York darauf vor, diese gewaltige Fusion möglicherweise nach staatlichem und bundesstaatlichem Kartellrecht anzuklagen, um sie zu stoppen. Laut Scott Wagner, einem Kartellrechtsexperten, haben diese Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten die Befugnis, Fusionen anzufechten, selbst wenn bundesstaatliche Aufsichtsbehörden ihnen ihren Segen geben. „Das direkteste Instrument, das Kalifornien und New York zur Verfügung steht, ist eine Kartellklage mit dem Ziel einer einstweiligen Verfügung, um die Transaktion zu blockieren“, erklärte er.

Worum geht es? Nun, diese Fusion würde zwei traditionsreiche Filmstudios und ihre jeweiligen Streaming-Plattformen zusammenführen und so einen Mediengiganten unter der Kontrolle von David Ellison schaffen, dem Sohn des Milliardärs und Oracle-Mitbegründers Larry Ellison. Doch nicht alle jubeln über diese Verbindung. Mehr als 5.500 Schauspieler, Regisseure und Drehbuchautoren haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie sich gegen die Fusion aussprechen und dabei Befürchtungen über Arbeitsplatzverluste sowie einen schrumpfenden Kreis von Käuferinnen und Käufern für Inhalte anführen. Sie stellen sich hinter Bonta und andere Generalstaatsanwälte und drängen sie, rechtliche Schritte zu erwägen, um den Wettbewerb zu erhalten und Arbeitsplätze in der Branche zu schützen.

Auch Free Press, eine progressive Interessengruppe, hat sich eingeschaltet und erklärt, dass die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten gute Aussichten hätten, diese Fusion zu blockieren. „Mutige Journalistinnen und Journalisten, Filmschaffende und Beschäftigte der Unterhaltungsbranche haben sich trotz Drohungen gegen ihre Existenzgrundlage gegen die Gefahren dieses Deals ausgesprochen“, sagte Craig Aaron, Co-CEO von Free Press. Die Lage wird also immer brisanter!

Paramount verteidigt sich und besteht darauf, dass diese Fusion den Wettbewerb fördere und den Verbraucherinnen und Verbrauchern letztlich zugutekommen werde. Das Unternehmen hat versprochen, 30 Filme pro Jahr in den Kinos zu veröffentlichen, was nach eigenen Angaben den Wettbewerb mit dominierenden Tech-Plattformen stärken werde. Doch mit einer „Ticking Fee“ von 25 Cent pro Aktie und Quartal, falls der Deal nicht bis zum 30. September abgeschlossen ist, steigt der Druck auf Paramount, die Transaktion rasch abzuschließen.

Und nicht nur die USA verfolgen diese Fusion aufmerksam. Die Europäische Union prüft den Deal derzeit, insbesondere seine finanzielle Unterstützung durch Staatsfonds aus dem Nahen Osten, während die britische Kartellbehörde ebenfalls eine eigene Untersuchung eingeleitet hat. Von internationaler Intrige kann da keine Rede fehlen!

Während Bonta sich auf ein Vorgehen vorbereitet, hält die Unterhaltungswelt den Atem an. Wird diese Fusion durchgehen, oder werden die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten sie erfolgreich blockieren? Eines ist sicher: Das Drama in Tinseltown ist noch lange nicht vorbei.

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Über den Autor

Liam O'Connor

Liam O'Connor ist ein Unterhaltungsjournalist mit einem Gespür für die Berichterstattung über LGBTQ-Repräsentation in den Medien. Mit einem Hintergrund in Filmwissenschaften von der NYU und einer Leidenschaft fürs Erzäh…

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