TL;DR

  • Die Polizei nimmt die Suche nach dem Mörder „The Doodler“ wieder auf.
  • Sechs schwule Männer wurden in den 1970er Jahren ermordet.
  • 250.000 Dollar Belohnung für Hinweise angeboten.
  • Der Täter lockte Opfer aus Bars an abgelegene Orte.
  • Ein überlebendes Opfer beschrieb den Täter als Cartoonisten.

San Francisco wird erneut von dem unheimlichen Schatten eines Mörders heimgesucht, der vor über 50 Jahren Jagd auf die lebendige schwule Community der Stadt machte. Die Polizei hat ihre Ermittlungen gegen den berüchtigten „Doodler“ wieder aufgenommen, einen Serienmörder, dem zugeschrieben wird, zwischen Januar 1974 und Juni 1975 sechs schwule Männer ermordet zu haben. Um diesen unheimlichen Cold Case zu lösen, bieten die Behörden eine stattliche Belohnung von 250.000 Dollar für jede Information an, die zur Identifizierung dieses schwer fassbaren Täters führen könnte.

Jedes der Opfer wurde gezielt wegen seiner sexuellen Orientierung ausgewählt – eine düstere Erinnerung an die Gefahren, denen die LGBTQ+-Community in jener Zeit ausgesetzt war. Die Leichen von vier Opfern wurden in der Nähe des malerischen Ocean Beach entdeckt, während ein weiteres im ruhigen Golden Gate Park gefunden wurde. Zu den Opfern zählen unter anderem der 49-jährige Gerald Cavanaugh, der 27-jährige Drag-Performer Joseph „Jae“ Stevens und der 31-jährige Klaus Achim Christmann. Jedes dieser genommenen Leben war ein lebendiger Faden im Gefüge der LGBTQ+-Geschichte San Franciscos, der nun auf tragische Weise zerrissen wurde.

Seinen Spitznamen „The Doodler“ verdankt der Täter einem überlebenden Opfer, das von einer verstörenden Begegnung mit ihm in einem Diner spät in der Nacht berichtete. Dieser Überlebende beschrieb den Verdächtigen als sauber rasierten afroamerikanischen Mann Anfang 20, der behauptete, ein Cartoonist zu sein, und während ihres Gesprächs zeichnete. Er charmirte seine Opfer in Bars nach Ladenschluss, lockte sie an abgelegene Orte und verübte dann einen brutalen Angriff. Mit einer Beschreibung, die zu einem Mann passt, der heute Mitte 70 wäre, haben die Ermittler eine Person von Interesse identifiziert, die noch lebt und in der Bay Area wohnt.

Während die Ermittlungen weitergehen, arbeiten die Polizei von San Francisco und das FBI zusammen, um diese Morde mit ähnlichen Fällen im ganzen Land zu vergleichen. Die Hoffnung ist, dass die erneute Aufmerksamkeit für diesen Fall nicht nur Gerechtigkeit für die Opfer bringt, sondern auch die größeren Fragen von Sicherheit und Gewalt gegen die LGBTQ+-Community beleuchtet.

In einer Stadt, die für ihre Widerstandskraft und ihre lebendige Kultur bekannt ist, dient das Vermächtnis von The Doodler als unheimliche Erinnerung an die Vergangenheit und mahnt uns, gegenüber den Schatten wachsam zu bleiben, die unsere Gemeinschaft bedrohen. Die Suche nach Gerechtigkeit geht weiter, und jede einzelne Information könnte der Schlüssel sein, dieses jahrzehntealte Rätsel zu lösen. Wenn ihr Hinweise habt, zögert nicht, euch zu melden – das Leben dieser Männer zählt, und ihre Geschichten verdienen es, erzählt zu werden.

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Über den Autor

Liam O'Connor

Liam O'Connor ist ein Unterhaltungsjournalist mit einem Gespür für die Berichterstattung über LGBTQ-Repräsentation in den Medien. Mit einem Hintergrund in Filmwissenschaften von der NYU und einer Leidenschaft fürs Erzäh…

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