TL;DR

  • Glenn Close erhält nach 8 Nominierungen einen Ehren-Oscar.
  • Christine Vachon und Pamela Koffler werden für queeres Kino geehrt.
  • Die Zeremonie findet am 15. November statt.
  • Close setzt sich für die Darstellung von trans Personen im Film ein.
  • Auch Ridley Scott und Floyd Norman erhalten Auszeichnungen.

Als längst überfällige Anerkennung bekommt Glenn Close endlich die Oscar-Liebe, die sie verdient. Nach unglaublichen acht Nominierungen ohne Sieg hat sich die Academy entschieden, die legendäre Schauspielerin mit einem Ehren-Oscar auszuzeichnen. Mit 79 Jahren hat Close das Publikum mit ihrem unvergleichlichen emotionalen Spektrum in ihren Bann gezogen und einige der komplexesten Figuren der Filmgeschichte zum Leben erweckt. Die Academy lobte sie und erklärte: "Throughout her extraordinary body of work, Glenn Close’s unparalleled emotional range has brought to life some of the most complex characters in cinema."

Closes Weg zu diesem Moment war nichts weniger als bemerkenswert. Ihre erste Nominierung erhielt sie 1983 für den Film The World According to Garp, und seitdem wurde sie für ikonische Rollen in Fatal Attraction (1987) und Hillbilly Elegy (2020) nominiert. Damit liegt sie gemeinsam mit dem verstorbenen Peter O’Toole bei den meisten Nominierungen ohne Wettbewerbssieg; ihr Ehren-Oscar ist ein süßer Triumph für Fans, die ihr Talent seit langem feiern.

Aber das ist noch nicht alles, Liebling! Close hat auch in der LGBTQ-Community für Aufsehen gesorgt mit ihrer Rolle als trans Butlerin im Film Albert Nobbs von 2011. Sie hat sich lautstark dafür eingesetzt, trans Schauspielerinnen und Schauspieler im Film einzubeziehen, und Produzenten aufgefordert, "go out of their way" zu gehen, um authentische Talente zu besetzen. Kürzlich spielte sie an der Seite von niemand Geringerem als Kim Kardashian in Ryan Murphys All’s Fair und bewies damit, dass sie weiterhin Grenzen verschiebt und Normen hinterfragt.

Zusätzlich zu Closés Ehrung werden die Governors Awards auch die beeindruckenden Beiträge von Christine Vachon und Pamela Koffler feiern, den Powerhouse-Produzentinnen hinter queeren Filmklassikern wie Carol und Boys Don’t Cry. Sie erhalten den renommierten Irving G. Thalberg Memorial Award für ihr Engagement für hochwertiges Erzählen im Independent-Kino. Ihre Produktionsfirma Killer Films ist seit ihrer Gründung 1995 ein Leuchtfeuer für mutige und ambitionierte Erzählungen.

Die Academy beschrieb Vachon und Koffler als zentrale Figuren des amerikanischen Independent-Kinos und erklärte, dass ihre Arbeit durchgehend eine hohe Qualität der Filmproduktion widerspiegele. Zu ihrem Vermächtnis gehören nicht nur gefeierte Filme, sondern auch das Engagement, LGBTQ-Geschichten zu fördern, die bei einem weltweiten Publikum Anklang finden.

In diesem Jahr erhalten außerdem der legendäre Regisseur Ridley Scott und der Animator Floyd Norman Ehren-Oscars. Scott, dessen Karriere sich über Jahrzehnte erstreckt, wird als Visionär gewürdigt, dessen Arbeit die globale Filmkultur nachhaltig geprägt hat. Trotz vier Nominierungen hat er bislang keinen Wettbewerb-Oscar gewonnen, was diese Ehrung besonders macht. Norman wiederum wird dafür gefeiert, als erster Schwarzer Animator bei Walt Disney Animation Studios Barrieren durchbrochen zu haben; seine Karriere begann 1956.

Die Zeremonie zu Ehren dieser bemerkenswerten Talente findet am 15. November im Ray Dolby Ballroom in Ovation Hollywood statt. Es ist eine Nacht, um nicht nur individuelle Erfolge zu feiern, sondern auch den kollektiven Fortschritt der Repräsentation in der Filmindustrie. Ein Hoch auf Glenn Close und alle Geehrten für ihre Beiträge zum Kino und zur LGBTQ-Community!

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Über den Autor

Michael Johnson

Michael Johnson, gemeinhin als Mike bezeichnet, ist ein leidenschaftlicher Fürsprecher und Journalist, der sich auf LGBTQ+-Rechte spezialisiert hat. Mit einem Hintergrund in Sozialarbeit und einem Master in Journalismus…

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