TL;DR

  • Candace Owens und die Tates besuchten Russland während eines wichtigen Wirtschaftsforums.
  • Owens lobte Moskau und bezeichnete die Stadt als sauber und sicher.
  • Der Besuch wird als Propagandaerfolg für Putin gesehen.
  • Expert:innen bezweifeln, dass er die öffentliche Meinung in den USA verändern wird.
  • Die Tates filmten ihre Reise, obwohl gegen sie schwere Vorwürfe erhoben werden.

Mit einer Aktion, die für hochgezogene Augenbrauen sorgt und die Gerüchteküche anheizt, haben sich die US-Influencerin Candace Owens und die berüchtigten Tate-Brüder entschieden, Russland mit ihrer Anwesenheit zu beehren. Gerade als Präsident Wladimir Putin dringend einen öffentlichen Image-Schub braucht, tauchen diese amerikanischen Besucher auf, als gehörte ihnen der Laden. Von wegen gutes Timing!

Das Trio traf in Russland ein, als am 3. Juni das Internationale Wirtschaftsforum Sankt Petersburg begann. Dieses jährliche Stelldichein, oft als russisches Davos bezeichnet, ist Putins Gelegenheit, seine Muskeln spielen zu lassen und die vermeintliche Stärke seines Landes auf der Weltbühne zu präsentieren. Aber mal ehrlich: Angesichts von Rückschlägen auf dem Schlachtfeld und schwindender öffentlicher Unterstützung im Inland kann der Kreml jede Hilfe gebrauchen, die er bekommen kann.

Owens, eine rechtsgerichtete Podcasterin und ehemalige Trump-Verbündete, wurde zum Star der Show, während die Tate-Brüder – Andrew und Tristan – damit beschäftigt waren, Selfies auf dem Roten Platz zu machen und Cocktails in einer Rooftop-Bar zu trinken. Sie haben sich nicht einmal die Mühe gemacht, am Forum teilzunehmen! Expert:innen spekulieren bereits, dass ihre Anwesenheit ein kalkulierter Schritt ist, um Putin einen innenpolitischen Propagandaerfolg zu verschaffen, zumal die Russ:innen unter den Folgen des anhaltenden Krieges leiden.

Als das Forum eröffnet wurde, quoll schwarzer Rauch über Sankt Petersburg auf, nachdem ein ukrainischer Drohnenangriff einen Marinestützpunkt und einen Ölhafen getroffen hatte. Ein dramatischer Hintergrund für einen PR-Stunt! Owens nutzte die Gelegenheit, sich für ein Interview mit dem RT-Moderator Rick Sanchez zusammenzusetzen, in dem sie überschwänglich über die Schönheit Moskaus sprach und die Stadt als „sauber und sicher“ bezeichnete. Sie tat die lange gehegte amerikanische Skepsis gegenüber Russland sogar als bloßes „Kalter-Krieg-Hangover“ ab.

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Owens, die in den sozialen Medien malerische Bilder ihrer Reise teilt, behauptete, sie habe ihren Besuch selbst finanziert und versicherte, kein Geld von Russland angenommen zu haben. Aber machen wir uns nichts vor – ihre Anwesenheit ist ein Volltreffer für die russischen Staatsmedien, die nur allzu gerne zeigen wollen, dass die USA von Russland nicht so isoliert sind, wie es scheint.

Unterdessen trat auch Rodney Mims Cook Jr., ein Beamter der US-Administration, auf dem Forum auf und lobte die russische Kultur, während er zwischen dem Schauspieler Steven Seagal und der Direktorin des Eremitage-Museums saß. Eine wilde Mischung von Figuren, und die Außenwirkung wirft in Washington ganz sicher Fragen auf.

Putins Berater Juri Uschakow pries den Besuch als Tauwende in den Beziehungen zwischen den USA und Russland an, doch Außenminister Marco Rubio wirkte überrumpelt und erklärte, er wisse „nichts“ von einer US-Delegation, die an dem Forum teilnehme. Verwirrung regiert! Die ganze Situation spiegelt die anhaltenden widersprüchlichen Signale der Trump-Regierung über Russland wider, das für Amerikaner womöglich ein finanzieller Partner sein könnte.

Was die Tate-Brüder betrifft: Gegen sie wurden in Großbritannien schwere Straftaten erhoben, doch in Russland behaupten sie, sie wollten verstehen, wie das Land funktioniert, und sich auf ehrliche Gespräche einlassen. Ihr Vertreter betont, dass sie für die Reise nicht bezahlt würden, aber bei Millionen von Followern ist ihr Besuch zweifellos ein Gewinn für die russische Propaganda.

Expert:innen sind skeptisch, ob dieser starbesetzte Besuch in den USA tatsächlich Meinungen verändern wird. Eines ist klar: Auch wenn Owens und die Tates ihr russisches Abenteuer genießen mögen, sind die Folgen ihres Besuchs alles andere als einfach. Wird er die öffentliche Meinung in den USA verschieben? Die Zeit wird es zeigen, doch vorerst ist es ein faszinierendes Spektakel, dem man beim Entfalten zusieht.

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Über den Autor

Liam O'Connor

Liam O'Connor ist ein Unterhaltungsjournalist mit einem Gespür für die Berichterstattung über LGBTQ-Repräsentation in den Medien. Mit einem Hintergrund in Filmwissenschaften von der NYU und einer Leidenschaft fürs Erzäh…

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