TL;DR
- Eine trans Frau sieht sich in Wyoming mit Verbrechensanklagen konfrontiert.
- Sie zog bei einem anti-LGBTQ+-Angriff eine Schusswaffe.
- Ihre Handlungen werden als Selbstverteidigung dargestellt.
- Der Mann, der sie angegriffen haben soll, wurde nicht angeklagt.
- Der Fall wirft Fragen zur Gerechtigkeit für LGBTQ+-Personen auf.
In einer schockierenden Wendung der Ereignisse sieht sich Ríhanna Kelver, eine transgeschlechtliche Frau und Barkeeperin aus Laramie, Wyoming, mit zwei Verbrechensanklagen konfrontiert, nachdem sie bei einer Auseinandersetzung eine Schusswaffe gezogen hatte, die sie eigenen Angaben zufolge durch anti-LGBTQ+- und anti-trans Beschimpfungen ausgelöst wurde. Der Vorfall, der sich am 13. September 2025 vor dem Crowbar & Grill ereignete, in dem sie arbeitete, hat eine heftige Debatte über Selbstverteidigungsgesetze und den Umgang mit LGBTQ+-Personen im Rechtssystem entfacht.
Kelver wurde wegen schwerer Körperverletzung und Besitzes einer tödlichen Waffe mit unrechtmäßiger Absicht angeklagt, was im Falle einer Verurteilung zu bis zu 15 Jahren Haft führen könnte. Doch was die Menschen besonders beschäftigt, ist der angebliche Angriff, der sie dazu veranlasste, ihre Waffe zu ziehen. Berichten zufolge begann eine Gruppe von Männern auf der anderen Straßenseite, homophobe und transphobe Beleidigungen gegen sie zu schleudern. Die Lage eskalierte, als einer der Männer sie angeblich auf einem Zebrastreifen in der Innenstadt zu Boden stieß, wodurch sie verletzlich und verletzt zurückblieb.

Von Ermittlern ausgewertetes Überwachungsvideo zeigt den Moment, in dem Kelver zu Boden gestoßen wurde. In einem Augenblick von Angst und Selbsterhaltung zog sie ihre Handfeuerwaffe, spannte sie durch, um eine Patrone ins Lager zu bringen, und richtete sie auf ihren Angreifer. Kelver besteht jedoch darauf, dass sie nie vorhatte, die Waffe abzufeuern. "Die Sicherung war drin, mein Finger war nicht am Abzug," sagte sie und betonte, dass sie aus Angst um ihre Sicherheit gehandelt habe, besonders als sie nach ihrer Verletzung von mehreren Personen umringt gewesen sei.
Bei einer Voranhörung am 26. Mai stellte ein Richter des Albany County fest, dass die Beweise ausreichten, damit der Fall vor das Bezirksgericht kommen könne. Kelvers Anwalt argumentierte, dass ihr Handeln nach dem Recht von Wyoming gerechtfertigt gewesen sei, das den Einsatz angemessener Gewalt in Selbstverteidigungssituationen erlaubt. Die Staatsanwaltschaft entgegnete jedoch, dass die Beweise Anklagen wegen eines Verbrechens rechtfertigten, wobei der Richter darauf hinwies, dass Kelvers Selbstverteidigungsbehauptung im Prozess weiterhin bestritten werden könne.

Besonders beunruhigend ist, dass der Mann, der Kelver angeblich angegriffen hat, bislang keine Anklage erhalten hat. Diese eklatante Ungleichbehandlung hat Kritik hervorgerufen und die Herausforderungen hervorgehoben, denen LGBTQ+-Personen bei der Suche nach Gerechtigkeit oft gegenüberstehen. Kelver, die sich in Wyoming offen gegen anti-trans Gesetze ausgesprochen hat, bleibt in ihrem Kampf gegen diese Anklagen entschlossen. "Meine Hoffnung ist, dass die Wahrheit der Situation sich durchsetzt," sagte sie gegenüber The Laramie Reporter. "Ich hoffe, für nicht schuldig befunden zu werden und echte Gerechtigkeit für das zu verfolgen, was mir widerfahren ist."
Dieser Fall ist eine deutliche Erinnerung an die fortdauernden Kämpfe innerhalb der LGBTQ+-Community, insbesondere in Bezug auf Sicherheit und Gerechtigkeit. Er wirft wichtige Fragen darüber auf, wie Selbstverteidigung in Fällen mit marginalisierten Personen wahrgenommen wird. Während sich das Verfahren entfaltet, werden viele genau beobachten, ob Ríhanna Kelver Gerechtigkeit erfährt und was das für den breiteren Kampf um LGBTQ+-Rechte bedeutet.








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