TL;DR

  • Hannah McMechan war Co-Autorin von KPop Demon Hunters.
  • Der Film half ihr zu erkennen, dass sie bisexuell ist.
  • Die Isolation während COVID-19 führte zu Selbstreflexion.
  • Ihre Familie gewöhnt sich noch an ihre Identität.
  • Der Film ist zu einem weltweiten Hit geworden.

In einer Welt, in der Animationsfilme oft bloß der Unterhaltung dienen, hat sich KPop Demon Hunters für seine Co-Autorin, Hannah McMechan, als Leuchtfeuer der Selbstentdeckung erwiesen. Dieses Oscar-prämierte Netflix-Projekt nimmt das Publikum nicht nur mit auf eine aufregende Reise mit einer K-Pop-Mädchengruppe, die gegen übernatürliche Kräfte kämpft, sondern spielte auch eine entscheidende Rolle in McMechan’s persönlicher Reise, sich als bisexuell zu outen.

„Als ich mit dem Projekt begann, hatte ich keine Ahnung, dass ich queer bin“, verriet McMechan in einem Interview. Sie ahnte nicht, dass der kreative Prozess sie dazu bringen würde, sich ihrer eigenen Identität zu stellen. Der Film, der am 20. Juni 2025 offiziell veröffentlicht wurde, ist zu einem kulturellen Phänomen geworden, doch für McMechan war es die Isolation der COVID-19-Pandemie, die ihre Selbstreflexion anstieß.

„Wir sind in die Pandemie hineingegangen, und alle haben in sich hineinhorchen und Dinge über sich selbst erkennen müssen“, sagte sie und betonte, wie die globale Krise zu einem Auslöser für ihre persönlichen Erkenntnisse wurde. Obwohl sie nicht beabsichtigt hatte, eine queere Allegorie zu schreiben, zog sie Parallelen zwischen der Protagonistin des Films, Rumi, und ihren eigenen Erfahrungen. Rumis Kampf mit ihrer halbdämonischen Identität berührte McMechan tief, die mit eigenen Gefühlen von Scham und Angst rund um ihre Sexualität rang.

Eine Szene traf sie dabei besonders: Rumis Adoptivmutter besteht darauf, dass ihre Dämonenseite etwas sei, das „repariert“ werden müsse. Dieser Moment der Reflexion spiegelte McMechan’s eigene Angst vor dem Coming-out wider. „Ich war in dieser Reise mit meiner Sexualität und wollte es niemandem sagen und fühlte mich dafür schuldig“, gestand sie.

Nachdem sie sich mit ihrer Bisexualität abgefunden hatte, machte McMechan 2023 den mutigen Schritt und outete sich gegenüber Freund:innen und Familie. Sie verriet jedoch, dass ihre Eltern ihre Identität noch verarbeiten; ihre Mutter und ihr Vater glauben, es könne nur eine Phase sein. „Sie denken, dass es eine Phase ist“, sagte sie – ein Gedanke, der vielen in der LGBTQ+-Community nur allzu bekannt vorkommt.

Trotz der Herausforderungen hat McMechan Trost in der Unterstützung ihrer Partnerin oder ihres Partners seit über vier Jahren gefunden sowie in der überwältigenden Reaktion queerer Zuschauer:innen, die sich in ihrer Geschichte wiederfinden. Der Erfolg von KPop Demon Hunters hat nicht nur in der Filmbranche für Aufsehen gesorgt, sondern dem Werk auch einen festen Platz als bedeutender Beitrag zur LGBTQ+-Repräsentation in den Medien verschafft.

Der Film hat auf Netflix Rekorde gebrochen und ist der meistgesehene Film auf der Plattform geworden; seine eingängige Hymne „Golden“ hat auf YouTube über eine Milliarde Aufrufe und Streams auf Spotify gesammelt. Während McMechan und ihre Schreibpartnerin Danya Jimenez sich auf die Arbeit an Tim Burtons Neuverfilmung von Attack of the 50 Ft. Woman vorbereiten, tragen sie die kraftvolle Botschaft von Akzeptanz und Selbstliebe mit sich, die KPop Demon Hunters verkörpert.

In einer Zeit, in der Repräsentation wichtiger ist denn je, ist McMechan’s Reise ein Beleg für die Kraft des Storytellings dabei, Menschen zu helfen, ihr wahres Selbst anzunehmen. KPop Demon Hunters ist nicht nur ein Film; es ist eine Feier von Identität, Widerstandskraft und dem lebendigen Spektrum der Liebe, das innerhalb der LGBTQ+-Community existiert.

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Über den Autor

Emily Chen

Emily Chen ist eine Finanzjournalistin, die sich auf wirtschaftliche Trends spezialisiert hat, die die LGBTQ-Community betreffen. Mit einem Hintergrund in Wirtschaftswissenschaften vom MIT und einem scharfen analytische…

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