TL;DR

  • Alan Wilson gewinnt die GOP-Nominierung für das Gouverneursamt in SC.
  • Trump unterstützte sowohl Wilson als auch Evette.
  • Wilson gilt nun als Favorit bei der Parlamentswahl.
  • Der demokratische Kandidat Jermaine Johnson gewann die Vorwahl.
  • SC hat seit 2002 republikanische Gouverneure gewählt.

In einer politischen Wendung, die man nur als Seifenoper bezeichnen könnte, hat sich der Generalstaatsanwalt von South Carolina, Alan Wilson, die republikanische Nominierung für das Gouverneursamt gesichert. Dieser Sieg kommt nach einer nervenaufreibenden Stichwahl, in der niemand Geringerer als Präsident Donald Trump nicht einen, sondern zwei Kandidaten unterstützte. Von einem Plot-Twist kann man da wirklich sprechen!

Wilson, den NBC News am Dienstag als Sieger prognostizierte, bereitet sich nun auf die Parlamentswahl vor. Dieses Rennen ist South Carolinas erster offener Gouverneurswettbewerb seit 2010, da der derzeitige republikanische Gouverneur Henry McMaster aufgrund der Amtszeitbegrenzung nicht erneut antreten kann. Unterdessen nimmt die demokratische Seite Fahrt auf, nachdem Jermaine Johnson die Vorwahl gewonnen hat.

Bei der ersten republikanischen Vorwahl am 9. Juni lag Lt. Gov. Pamela Evette mit soliden 29 % der Stimmen vorne, während Wilson mit 26 % dicht dahinter lag. Beide Kandidaten schafften es in die Stichwahl, allerdings nicht ohne etwas Drama. Nur wenige Tage vor der Stichwahl ging Trump auf Truth Social, um seine Unterstützung für beide Kandidaten bekannt zu geben, und erklärte: "These were the two that I was hoping would get into a Runoff, and they did. I can’t hurt one of them by only endorsing the other, so, therefore, I am going to endorse, for Governor of South Carolina, both Pam Evette and Alan Wilson! It’s a Wealth of Riches — With either one, you can’t go wrong.”

Das nennen wir doch, auf beiden Seiten zu spielen! Vor Trumps Doppel-Unterstützung hatte Wilson bereits Rückhalt von namhaften Persönlichkeiten wie den Abgeordneten Ralph Norman und Nancy Mace gewonnen, die in der ersten Vorwahl den dritten bzw. fünften Platz belegt hatten, sowie von Sen. Tim Scott, R-S.C.

Historisch gesehen hat South Carolina stark republikanisch tendiert und seit 2002 bei jeder Wahl GOP-Gouverneure gewählt, als der letzte demokratische Gouverneur, Jim Hodges, aus dem Amt schied. Doch angesichts der jüngsten gemischten Ergebnisse von Trumps Unterstützungen in anderen Bundesstaaten bleibt die Frage: Kann Wilson die republikanische Erfolgsserie am Leben erhalten?

Bei jüngsten Vorwahlen in Iowa und Georgia erlitten von Trump unterstützte Kandidaten unerwartete Niederlagen, was Zweifel an der Wirksamkeit seiner Unterstützungen aufkommen ließ. In Iowa verlor Abgeordneter Randy Feenstra gegen den Unternehmer Zach Lahn, und in Georgia besiegte der politische Neuling Rick Jackson den von Trump unterstützten Lt. Gov. Burt Jones.

Während sich die politische Landschaft verschiebt, werden alle Augen auf Wilson gerichtet sein, während er sich auf die Parlamentswahl vorbereitet. Wird er auf der Welle von Trumps Rückhalt zum Sieg reiten, oder werden die Demokraten die republikanische Dominanz in South Carolina endlich durchbrechen? Die Zeit wird es zeigen, aber eines ist sicher: Diese Wahlsaison entwickelt sich zu einer, die in die Geschichtsbücher eingehen dürfte.

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Über den Autor

Alexander Rivera

Alex Rivera, ein erfahrener politischer Journalist, bringt über ein Jahrzehnt Erfahrung in der Berichterstattung über die US-Politik mit. Als Absolvent der Journalism School der Columbia University ist Alex bekannt für…

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