TL;DR
- Amanda Barrie hatte Angst vor Gegenreaktionen, als sie sich als bisexuell outete.
- Sie fühlte sich unehrlich, bevor sie ihre Wahrheit offenbarte.
- Die Reaktion war überwältigend positiv.
- Barrie blickt auf veränderte gesellschaftliche Einstellungen zurück.
- Sie heiratete die Krimiautorin Hilary Bonner.
In einer Welt, in der ein Coming-out sich noch immer wie ein riskantes Wagnis anfühlen kann, sprach Amanda Barrie, die geliebte bisexuelle Schauspielerin, bekannt für ihre Rollen in Coronation Street und den Carry On-Filmen, in einem jüngsten Interview bei Good Morning Britain offen über ihre Ängste. Die 90-jährige Ikone schilderte unverblümt ihre Sorge, dass das Offenbaren ihrer Sexualität ihre Karriere zerstören würde – ein Gefühl, das auch heute noch viele in der LGBTQ+-Community nachempfinden können.
Rückblickend auf ihren Weg erzählte Barrie von ihrer Entscheidung, sich in ihren Memoiren von 2002, It’s Not A Rehearsal, im Alter von 67 Jahren zu outen. "Oh nein, ich denke nicht, dass das in Ordnung gewesen wäre. Nicht für einen Moment. Nicht damals... In den letzten 25 Jahren ist viel passiert, und man vergisst, dass man in einer völlig anderen Zeitblase lebt," sagte sie und machte damit deutlich, wie sich gesellschaftliche Einstellungen über die Jahrzehnte verändert haben.

Auf die möglichen Folgen ihrer Enthüllung angesprochen, erinnerte sich Barrie humorvoll: "Ich dachte an diesem Tag, als ich zu dir und Judy kam, ich müsste auf der Straße gesteinigt werden. Die Leute würden mich tatsächlich nicht in ein Taxi steigen lassen." Doch zu ihrer Überraschung war die Reaktion alles andere als feindselig. "Überhaupt nichts! Tatsächlich bekam ich eher eine Umarmung als einen Stein, der nach mir geworfen wurde," lachte sie – ein Beweis für den Wandel hin zu mehr Akzeptanz.
Barries Geschichte handelt nicht nur von ihrem persönlichen Weg, sondern spiegelt auch größere gesellschaftliche Veränderungen wider. "Die ‚Carry On‘-Filme könnte man heute nicht mehr machen. Ich meine, man könnte sie nicht machen. Sie wären nicht akzeptabel," bemerkte sie und erkannte an, wie sich die Unterhaltungslandschaft zusammen mit kulturellen Normen entwickelt hat.

Ihre Beziehungsgeschichte fügt ihrer Erzählung eine weitere Ebene hinzu. Barrie wurde Mitte der 1960er-Jahre einst mit Sänger Billy Fury in Verbindung gebracht und heiratete später den Schauspieler und Regisseur Robin Hunter, von dem sie sich in den 80ern trennte. Nach ihrem Coming-out fand sie die Liebe bei der Krimiautorin Hilary Bonner, die sie 2014 heiratete. Ihre beständige Partnerschaft ist ein Leuchtfeuer der Liebe und Widerstandsfähigkeit in einer Welt, die Menschen, die es wagen, anders zu sein, oft nicht wohlgesonnen ist.
Während Barrie auf ihre Vergangenheit zurückblickt, erinnert sie daran, dass der Weg zur Akzeptanz zwar von Ängsten geprägt sein kann, das Ergebnis aber voller Liebe und Unterstützung sein kann. Ihre Geschichte ist ein Fest der Authentizität, des Mutes und der Kraft, die eigene Wahrheit zu leben – in einer Welt, die allmählich, aber sicher lernt, Vielfalt zu umarmen.








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