Kurz gesagt
- Good Law Project sagt, es werde Ofcom wegen des Umgangs mit TalkTV-Sendungen mit Trans-Bezug vor Gericht anfechten.
- Die Gruppe sagt, sie habe im Juli 2025 Beschwerden über 11 Sendungen eingereicht und Ofcom habe nur eine Untersuchung eingeleitet.
- Die Überprüfung durch den High Court soll klären, ob die Regulierungsbehörde ihre Rundfunkregeln ordnungsgemäß durchgesetzt hat.
Das Good Law Project hat erklärt, es werde Ofcom vor Gericht bringen und wirft der britischen Rundfunkaufsicht vor, auf Beschwerden über TalkTV-Programme, die nach Angaben der Gruppe Desinformation und anti-trans Rhetorik verbreiteten, nicht angemessen reagiert zu haben.
Die rechtliche Anfechtung wurde am 30. Juni bekannt gegeben, mehr als ein Jahr nachdem die Organisation im Juli 2025 eine Beschwerde über 11 separate Sendungen eingereicht hatte. In dieser Eingabe argumentierte die Gruppe, die Programme hätten gegen den Ofcom Broadcasting Code verstoßen, weil „presenters and guests spouted hate about the trans community“ während der Sendungen.

Nach Angaben des Good Law Project enthielten die Inhalte irreführende Behauptungen über trans Menschen, ließen die nötige Unparteilichkeit vermissen und schützten das Publikum nicht ausreichend vor Material, das es als schädlich oder beleidigend bezeichnete.
Ofcom entschied, 10 der Beschwerden nicht zu untersuchen. Es leitete nur zu einer Sendung eine Untersuchung ein, präsentiert von Ian Collins am 30. Juni 2025.

In seiner Ankündigung sagte das Good Law Project, Ofcom habe Beschwerden über eine Sendung ignoriert, in der Alex Phillips angeblich „smeared supporters of trans rights“ mit der Bemerkung über „allowing a man with a gert beard to put on a frock and go into the Brownie tent“, und trans Frauen als „hulking great perverts going into children’s toilets“ attackierte.
Die Gruppe beantragt nun eine gerichtliche Überprüfung der Entscheidungen von Ofcom durch den High Court. Sie argumentiert, die Regulierungsbehörde habe ihre eigenen Regeln nicht ordnungsgemäß durchgesetzt, indem sie zu dem Schluss kam, TalkTV habe Fakten über trans Menschen nicht falsch dargestellt, Trans-Themen müssten nicht ausgewogen berichtet werden und beleidigende Äußerungen seien wegen des Zusammenhangs, in dem sie gemacht wurden, zulässig.

Der Fall dürfte von LGBTQ+-Aktivist:innen genau verfolgt werden, weil er Fragen dazu aufwirft, wie Rundfunkanstalten über trans Themen berichten und wie Beschwerden über schädliche Rhetorik bewertet werden.







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