KURZFASSUNG
- Qween Jean gewinnt den Tony für das beste Kostümdesign.
- Erste offen trans Frau, die einen Tony gewinnt.
- Nicht die erste trans Gewinnerin; nichtbinäre Künstler*innen wurden ausgezeichnet.
- Fehlberichterstattung der Medien über trans Repräsentation.
- Feier der Ballroom-Kultur in Cats.
In einer glanzvollen Demonstration von Talent und Widerstandskraft hat sich Qween Jean mit einem Sprung in die Geschichtsbücher als erste offen trans Frau einen Tony Award gesichert und für ihre spektakuläre Arbeit an Cats: The Jellicle Ball den Preis für das beste Kostümdesign eines Musicals gewonnen. Diese Neuinterpretation des Andrew-Lloyd-Webber-Klassikers ist nicht nur ein Fest für die Augen, sondern auch eine herzliche Hommage an die Ballroom-Kultur, die seit Langem ein lebendiger Teil der LGBTQ-Community ist, insbesondere für Schwarze trans Frauen. Das ist wirklich ein Sieg für Repräsentation!
Aber mit dem Applaus mal langsam, Liebling. Während die Schlagzeilen vor Begeisterung überschäumen, verfehlen sie auch das Ziel. Qween Jean mag die erste offen trans Frau sein, die einen Tony mit nach Hause nimmt, aber sie ist nicht das einzige trans Talent, das die Bühne mit einer Trophäe schmückt. Vergessen wir nicht Cole Escola, die*der letztes Jahr für Oh, Mary! gewann, oder Alex Newell und J. Harrison Ghee, die 2023 beide Tonys für ihre Darbietungen in Shucked beziehungsweise Some Like it Hot erhielten. Und geben wir auch Toby Marlow einen Shoutout, der 2022 für die beste Originalmusik für Six gewann. Das sind insgesamt vier nichtbinäre und genderqueere Gewinner*innen in nur drei Jahren, und doch scheint die Mainstream-Medienlandschaft beim Aufholen zu sein.

Ein Artikel von Deadline behauptete sogar: „Während in der Vergangenheit mehrere nichtbinäre Künstler*innen Tonys gewonnen haben, ist Qween Jean die erste trans Gewinnerin.“ Wie bitte? Lassen wir die Fakten klar sein, Leute! Qween Jean ist tatsächlich die erste offen trans Frau, die gewonnen hat, was für sich genommen ein monumentaler Erfolg ist. Aber löschen wir nicht die Beiträge und Siege unserer nichtbinären Geschwister aus, die den Weg geebnet haben. Das ist ein klassischer Fall von progressiv sein und zugleich traurig darüber, dass es so lange gedauert hat, bis solche Anerkennung kam.
In einer reizvollen Wendung enthielt die Eröffnungsnummer der Tony Awards einen besonderen Gruß an die Dolls, wobei P!nk den Text von Lady Marmalade neu schrieb, um Broadways führende Frauen zu feiern. Die trans Schauspielerinnen Dylan Mulvaney und Leiomy Maldonado hatten sogar einen Moment im Rampenlicht und erinnerten alle daran, „protect the dolls, sisters“ zu sagen. Es war ein süßer, stärkender Moment in einem Abend voller Glanz und Glamour.

Also: Hut ab vor Qween Jean und allen fabulosen Gewinner*innen des Abends! Lasst uns die Feier fortsetzen und sicherstellen, dass jede Stimme in der LGBTQ-Community anerkannt und gestärkt wird. Schließlich geht es nicht nur um die Auszeichnungen; es geht um die Kultur, die Geschichte und die furchtlosen Menschen, die Broadway zu dem lebendigen Ort machen, der er heute ist. Und denkt daran, Liebling: Repräsentation zählt! ✨
Mehr zu trans Repräsentation in den Künsten findet ihr in unserem Artikel über Trans-Designerin schreibt Tony-Geschichte.








Kommentare (0)
An der Diskussion teilnehmen