TL;DR

  • Der NHS setzt neue Verordnungen für Kinder in der Brightoner Klinik aus.
  • Die Untersuchung ergab, dass 78 unter 18-Jährige möglicherweise geschädigt wurden.
  • Bedenken wegen fehlender ordnungsgemäßer medizinischer Kontrollen.
  • Trans-Interessenvertretungen verurteilen den Entzug der Behandlung.
  • Junge trans Patientinnen und Patienten stehen vor einer ungewissen Zukunft der Gesundheitsversorgung.

In einer schockierenden Wendung hat der NHS neue Verordnungen für Kinder in der WellBN-Gender-Klinik in Brighton gestoppt, nachdem eine einjährige Sicherheitsuntersuchung einige äußerst alarmierende Ergebnisse zutage gefördert hatte. Erschütternde 78 unter 18-Jährige wurden als potenziell geschädigt identifiziert, nachdem ihnen ohne die notwendigen Kontrollen Pubertätsblocker und gegengeschlechtliche Hormone verschrieben worden waren. Von einem medizinischen Desaster kann man da wirklich sprechen!

Laut der NHS-Untersuchung erhielten mehr als 20 Kinder Medikamente, ohne zwischen Februar 2023 und Dezember 2025 auch nur einen persönlichen Termin gehabt zu haben. Bluttests? Fehlanzeige! Das Gesamtrisiko für diese jungen Patientinnen und Patienten war hoch, und der tatsächliche Schaden lässt sich nur schwer beziffern, vor allem wegen schlampiger Dokumentation. Uff!

Dr. Christopher Tibbs, der regionale medizinische Direktor von NHS England, fand deutliche Worte und erklärte, junge Menschen seien einem erheblichen Schadensrisiko ausgesetzt worden, weil Kliniker „spezialisierte Diagnose, Versorgung und Behandlung“ geleistet hätten, „zu der sie weder qualifiziert noch beauftragt waren“. Er fügte hinzu: „Unter keinen Umständen hätte das geschehen dürfen.“

Die Untersuchung ergab, dass 44 Kinder im Alter von 16 Jahren und jünger Medikamente verschrieben bekamen, die dazu dienen, die Pubertät zu verzögern oder zu unterdrücken, darunter 12 Kinder unter 13 Jahren und eines, das erst 11 war. Außerdem erhielten 51 Kinder im Alter von 16 Jahren und jünger gegengeschlechtliche Hormone, vier davon waren unter 13. In 53 der 78 geprüften Fälle gab es mögliche neuroentwicklungsbezogene Probleme. Das ist nicht bloß eine Statistik; hier stehen echte Leben auf dem Spiel!

Wie konnte es so weit kommen? WellBN eröffnete 2020 in Brighton sein transgesundheitliches Zentrum, und bis zum vergangenen Jahr hatten sich rund 2.000 Patientinnen und Patienten registriert, viele davon von außerhalb der Stadt. Doch alles brach zusammen, als Familien begannen, sich über die für Unter-18-Jährige angebotenen Leistungen zu beschweren, was zu einem zivilrechtlichen Verfahren gegen die Klinik und den NHS führte.

Als Reaktion auf die Untersuchung ordnete NHS England an, dass WellBN keine neuen Verordnungen mehr für Kinder ausstellen dürfe, und verwies mehrere aktuelle und ehemalige Kliniker an die medizinischen Aufsichtsbehörden. Ein namentlich nicht genannter Arzt wurde sogar vorübergehend davon suspendiert, als NHS-GP zu arbeiten, während die Ermittlungen andauern. Die Folgen beginnen gerade erst!

Die Trans-Interessenvertretung TransActual hat den Entzug der Behandlung für junge Menschen scharf verurteilt. Sie erklärte: „Wir sind beunruhigt zu erfahren, dass trans junge Menschen, die über WellBN genderaffirmierende Versorgung erhalten, vor Kurzem ein Schreiben erhielten, in dem angekündigt wurde, dass ihnen der Zugang zur endokrinologischen Versorgung Ende Juli entzogen wird.“

Für Personen über 16 bedeutet das eine Überweisung an einen NHS-CYP-Genderdienst ohne Garantie auf eine fortgesetzte Hormonbehandlung. Für Personen unter 16 sieht es düster aus: keine Aussicht auf Hormonbehandlung, bis sie 18 sind, und keine Zusicherung des Zugangs zu Pubertätsblockern. Für diese jungen trans Menschen ist das eine Krise der Gesundheitsversorgung!

Obwohl viele junge trans Patientinnen und Patienten von positiven Erfahrungen mit WellBN berichten, wurde die Untersuchung aufgrund rechtlicher Schritte eines Elternteils eingeleitet, der mit der Transition-Versorgung seines Kindes unzufrieden war. Das wirft ernsthafte Fragen zur Zukunft der trans Jugendgesundheitsversorgung im Vereinigten Königreich auf.

In einem Land, in dem spezialisierte NHS-Genderdienste normalerweise von beauftragten Anbietern und nicht von regulären Hausarztpraxen erbracht werden, hat diese Umstrukturierung viele trans Menschen in der Schwebe gelassen. Angesichts langer Wartezeiten und schlechter Leistungsangebote sind die von Aktivistinnen und Aktivisten geäußerten Bedenken relevanter denn je.

Während sich der Staub nach dieser Untersuchung legt, ist eines klar: trans Jugendliche verdienen Zugang zu rechtzeitiger, bestätigender Gesundheitsversorgung, frei von politischer Einflussnahme. Der Kampf um ihre Rechte geht weiter, und wir halten Sie über jede Wendung und jede Entwicklung dieser fortlaufenden Saga auf dem Laufenden.

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Über den Autor

Michael Johnson

Michael Johnson, gemeinhin als Mike bezeichnet, ist ein leidenschaftlicher Fürsprecher und Journalist, der sich auf LGBTQ+-Rechte spezialisiert hat. Mit einem Hintergrund in Sozialarbeit und einem Master in Journalismus…

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