Kurz gesagt

  • Ein Panel des 9. Circuit hat eine Klage wegen religiöser Diskriminierung gegen Alaska Airlines neu belebt.
  • Die Klage wurde von den ehemaligen Flugbegleiter:innen Lacey Smith und Marli Brown eingereicht, nachdem sie wegen Intranet-Posts über den Equality Act entlassen worden waren.
  • Nun wird eine Jury entscheiden, ob die Fluggesellschaft gegen das Gesetz verstoßen hat.

Ein US-Bundesberufungsgericht hat zwei ehemaligen Flugbegleiter:innen von Alaska Airlines erlaubt, mit einer Klage fortzufahren, nachdem sie wegen interner Kommentare zur Unterstützung des Equality Act durch das Unternehmen entlassen worden waren.

Laut Reuters wurden die Klägerinnen, Lacey Smith und Marli Brown, entlassen, nachdem sie im Intranet von Alaska als Reaktion auf die Unterstützung des Gesetzentwurfs im Kongress im Jahr 2021 gepostet hatten.

Alaska Airlines

Der Equality Act würde den Schutz vor anti-LGBTQ+-Diskriminierung bei Beschäftigung, Wohnen, öffentlichen Unterkünften, Krediten und anderen Bereichen auf queere und trans Personen ausweiten.

In ihrem Beitrag schrieb Smith: „Glauben Sie als Unternehmen, dass es möglich ist, Moral zu regulieren?“ Brown argumentierte separat, dass die Gesetzgebung die Rechte von Frauen verletzen, sexuelle Täter begünstigen und „die Kirche gefährden [und] die Unterdrückung der Religionsfreiheit fördern“ würde.

US-Schauspielerin Miley Cyrus, die sich später als LGBTQ geoutet hat, posiert am 25. April 2009 im süddeutschen München für Fotografen auf dem roten Teppich für den Film "Hannah Montana - The Movie". Der Film soll am 1. Juni 2009 in den deutschen Kinos anlaufen. AFP PHOTO DDP / JOERG KOCH GERMANY OUT (Photo credit should read JOERG KOCH/DDP/AFP via Getty Images)

Alaska Airlines entfernte die Beiträge und erklärte später, dass das Unternehmen den Schutz von LGBTQ+-Menschen vor Diskriminierung unterstütze und von Mitarbeitenden erwarte, dieselben Werte zu befolgen. Das Paar wurde danach nach einer Untersuchung entlassen, die ergab, dass es gegen die Antidiskriminierungs- und Belästigungsrichtlinie des Unternehmens verstoßen hatte.

Smith und Brown verklagten Alaska Airlines erstmals 2022 und machten Diskriminierung wegen Religion geltend. Ihr Fall wurde später von der US-Bezirksrichterin Barbara Rothstein in Seattle abgewiesen, die befand, dass die Entlassungen nicht diskriminierend gewesen seien, weil die Intranet-Posts nicht religiöser Natur gewesen seien.

Informieren, Inspirieren, Ermächtigen

Diese Entscheidung wurde am 1. Juli 2026 vom 9. Circuit aufgehoben. Die Berufungsrichter:innen sagten, es gebe genügend Beweise im Zusammenhang mit Smiths und Browns christlichem Glauben, um anzunehmen, dass er bei der Entscheidung der Fluggesellschaft eine Rolle gespielt haben könnte.

Nun wird eine Jury entscheiden, ob Alaska Airlines gegen das Gesetz verstoßen hat.

Berufungsrichter Daniel Bress, einer der von Trump ernannten Richter des Panels, schrieb: „Es spielte keine Rolle, ob Brown ihren Beitrag mit Kapitel und Vers aus einem autoritativen religiösen Text untermauern konnte.“ Er fügte hinzu, dass der religiöse Charakter von Browns Äußerungen nicht dadurch entkräftet werde, dass ähnliche Ansichten auch als nichtreligiöse menschliche Werte beschrieben werden könnten.

Der Fall geht weiter, während sich eine Jury darauf vorbereitet, das Ergebnis zu bestimmen.

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JK Rowling. (Getty)
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Isabella Martinez

Isabella Martinez, ihren Leser:innen als "Izzy" bekannt, ist eine prominente Journalistin, die über rechtliche Themen und Fragen der Strafjustiz berichtet, mit einem Schwerpunkt auf deren Auswirkungen auf die LGBTQ-Comm…

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